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Rezension: Die Dame hinter dem Vorhang

VonCarmen Hübner

Aug 28, 2020

Das Buch schildert das Leben der englischen Dichterin Edith Sitwell (1887-1964) aus Sicht ihrer Zofe Jane, deren Familie in Diensten der Sitwells auf dem Landsitz der Familie stand. Sie arbeitet 37 Jahre für Edith Sitwell und die beiden verband eine enge Freundschaft.
Das Buch beginnt 1964, kurz vor dem Tod Edith Sitwells und wird in Rückblenden erzählt. Es gibt einen sehr lebendigen Einblick in die bewegte Zeit zwischen den Kriegen und das exzentrische Leben der Dichterin.
Edith wird als sehr zerrissene Persönlichkeit dargestellt, die zeit ihres Lebens unter ihrem verkrüppelten Äußeren litt. Sie kaschierte das durch auffällige Kleidung und viel Schmuck, litt aber mehr und mehr unter einer Alkoholsucht und einer unerfüllten Liebe zu einem russischen Maler. Trotz ihres Erfolges war sie stets verschuldet, was wohl an ihrem aufwendigen Lebensstil lag, der zu großen Teilen von ihrem Vater und später von ihren Brüdern finanziert wurde.
Ich habe den Roman sehr gerne gelesen. Trotz der Kürze (277 Seiten) entsteht ein umfassendes Bild der Dichterin und ihrer Begleiter, denen Edith über viele Jahrzehnte treu blieb.

Details:
erschienen 2019 im Wunderraum Verlag
288 Seiten
Hardcover
20,- €

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